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Donnerstag, 14. November 2019

" Kinder sind fit in Erster Hilfe“ ", Artikel von Michaela Kumkar, erschienen im Uckermark Kurier/Templiner Zeitung am 15.09.2012

Kinder sind fit in Erster Hilfe


Von unserem Redaktionsmitglied
Michaela Kumkar

Fünftklässler der Templiner Egelpfuhl-Schule lernen, sich um Verletzte zu kümmern und wie man sich in Katastrophenfällen verhält. Weil Praxis das A und O ist, wird bei diesem bundes- weiten Projekt viel geübt.

Templin. Ein Unfall ist passiert. Ein Kind liegt bewusstlos am Boden. Was ist jetzt zu tun? „Erst mal den Notruf absetzen“, sagt Pauline, Fünftklässlerin an der Templiner Grundschule „Am Egelpfuhl“. Diese Aufgabe übernimmt sie gleich selbst. Während dessen kontrolliert DRK-Ausbilderin Hannelore Kalina, ob Jenna das, was sie und ihre Mitschüler gerade über die stabile Seitenlage erfahren haben, auch richtig anwendet. Anne hat den Part der verletzten Person übernommen, denn ein Unfall hat sich zum Glück nicht ereignet. Hier wird geübt.
Jenna muss zunächst überprüfen, ob die Atmung der Person in Not funktioniert, dann beginnt das Mädchen aus der Klasse 5 a damit, sie in die stabile Seitenlage zu bringen. Ist das geschafft, soll Jenna prüfen, ob der Atemweg frei ist, muss den Kopf überstrecken und den Mund der „Verletzten“ öffnen. Hannelore Kalina ist zufrieden, mit dem, was sie gesehen hat, sie musste nur leicht korrigierend eingreifen.
Gemeinsam mit Mandy Rinke, die sich auf die Tätigkeit als DRK-Ausbilder vorbereitet, betreut die Templinerin den zwölf Stunden umfassenden Erste Hilfe-Kurs in der Klasse 5a. Dabei handelt es sich um ein bundesweites Projekt für Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 16 Jahren, das vom Innenministerium gefördert wird. „Es geht nicht nur um Kenntnisse im Bereich der Ersten Hilfe, unter anderem lebensrettende Maßnahmen wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung, das Anlegen von Verbänden oder um die Frage, was ist zu tun bei stark blutenden Wunden, sondern auch um das richtige Verhalten in Katastrophenfällen“, erklärt Hannelore Kalina. Theorie und Praxis bilden bei dieser Wissensvermittlung eine Einheit. Die erfahrene Ausbilderin bescheinigt ihren Schützlingen von der Grundschule „Am Egelpfuhl“ viel Interesse und sie freut sich auch darüber, dass die Kinder etwas über das DRK erfahren wollen.
Leopold und Friedrich finden interessant, was sie schon alles erfahren haben. Ein bisschen etwas über Erste Hilfe wussten die beiden schon, weil ihre Mütter Krankenschwester beziehungsweise Arzthelferin sind. Lucian, der ebenfalls in der 5a lernt, erzählt, dass er jetzt weiß, wie Schürfwunden versorgt werden. Klassenlehrerin Ilona Schaal sagt, dass die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern entschieden haben, sich an dem Projekt zu beteiligen. Sie sieht die Teilnahme als sinnvolle Ergänzung zur Fahrradprüfung, die ihre Schüler im vergangenen Schuljahr absolviert haben. „Schließlich müssen auch Autofahrer ihre Fähigkeiten in Erster Hilfe unter Beweis stellen.“