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Dienstag, 19. November 2019

„Flinte nicht vorzeitig ins Korn werfen“, Artikel von Michaela Kumkar, erschienen im Uckermark Kurier/Templiner Zeitung am 21.11.2012

Flinte nicht vorzeitig ins Korn werfen

Schulleitung, Elternvertreter und die Stadt wollen ausloten, ob die Templiner Grundschule „Am Egelpfuhl" an einem bundesweiten Wettbewerb teilnehmen kann. Dazu geht es am 28. November nach Magdeburg.


Große Veranstaltungen, wie das Festprogramm zum 30-jährigen Bestehen der Grundschule „Am Egelpfuhl" (unser Bild), aber auch Auszeichnungenveranstaltungen zum Schuljahresabschluss müssen immer in der Turnhalle stattfinden. Die Schule hat keine Aula.              FOTO: MICHAELA KUMKAR / ARCHIV

TEMPLIN. Endlich Platz für eine Aula und eine angemessene Mensa zu haben - das steht auf der Wunschliste von Schülern und Lehrern und sicher auch von etlichen Eltern, deren Kinder an der Templiner Grundschule "Am Egelpfuhl" lernen, ganz oben. 380 Schüler hat die städtische Bildungseinrichtung. Das Gebäude beherbergt 23 Räume, neun mit einer Fläche von 75 Quadratmetern, 14 mit 49 Quadratmetern. Platz für Aula und Mensa ist darin nicht.
Für überlegenswert halten Schulleiterin Beatrice Pilz und Schulelternsprecher Sven Freundt deshalb die Idee, beides in einem Neubau unterzubringen. „Um dies realisieren zu können, würden wir gern an dem bundesweiten Wettbewerb "Schulen bauen und planen" der Montag Stiftung teilnehmen, so Beatrice Pilz im jüngsten Bil-dungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung. Dessen Vorsitzende, Birgit Bader (Bündnis 90/Grüne), hatte Schule und die Stadt als Schulträger darauf aufmerksam gemacht.
Der aktuelle Zwang der Schulträger, Schulen neu-und umzubauen, bietet auch eine große Chance, argumentieren die Initiatoren des Wettbewerbs: "Anstehende Baumaßnahmen können zum Anlass genommen werden, das eigene pädagogische Profil weiterzuentwickeln und daraus konkrete Anforderungen für die räumliche Umgestaltung zu formulieren. Ressourcen können gebündelt, Betroffene beteiligt und Ergebnisse erzielt werden, um ein zeitgemäßes Lernen und Lehren zu ermöglichen. Ausgehend von einem unvoreingenommenen Blick auf die Ausgangssituation konkretisieren sich im Dialog zwischen Planern und Nutzern Bedarfe, werden pädago gisch und architektonisch Wünschenswertes und Machbares abgeglichen und in Einklang gebracht", heißt es in der Präambel des Wettbe werbs. Er ist mit insgesamt 500 000 Euro dotiert, die auffünf Projekte mit Modellcharakter verteilt werden sollen.
Für die Templiner Grundschule „Am Egelpfuhl" stehen in absehbarer Zeit Investitionen in Millionenhöhe an, um Brandschutzauflagen zu erfüllen. Die Baugenehmigungen dafür sind erteilt. Die se Aspekte müssten bei einer Wettbewerbs teilnähme allerdings verknüpft werden mit pädagogischen Ansätzen, so Birgit Bader in der Ausschusssitzung. „Das Besondere daran ist, dass sich Pädagogen und Eltern gemeinsam daran beteiligen sollen."
Fachbereichsleiterin Ursula Heise warnte in der Diskussion davor, riesige Hoffnungen auf diesen Wettbewerb zu setzen. „Wir planen mitden anstehenden Maßnahmen in Sachen Brandschutz keine Kernsanierung und haben nicht vor, bestehende Strukturen zu ändern. Hier entsteht also nichts Neues", gab sie zu bedenken. Zu weiteren Investitionen als den veranschlagten werde die Stadt nicht in der Lage sein, „obwohl sie wünschenswert und notwendig wären", betonte Ursula Heise.
Die Chance, auf einer Informationsveranstaltung zu die sem Wettbewerb am 28. November in Magdeburg mehr zu erfahren, wollen Schulleitung, -träger und Elternvertreter trotzdem nutzen.