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Mittwoch, 16. Januar 2019

Veränderte Kindheit: Konsequenzen

Eine Veränderung des Schulanfangs ist notwendig, weil traditionelle Schule nicht genügend Entwicklungsunterschiede der Kinder ausgleichen kann, weil Rahmenpläne altersbezogen und nicht entwicklungsbezogen sind.
Als Ursache für die z.T. um 2-3 Jahre differenzierenden Entwicklung wird insbesondere die veränderte Kindheit gesehen - Kinder leben viel individualisierter, wachsen mit mehr Medien, weniger Spielkameraden und in sehr unterschiedlichen familiären Lebensformen auf.

FLEX bietet gute Chancen für eine veränderte Schule weil,

  1. je nach Entwicklung der Kinder eine flexible Verweildauer von 1, 2 oder 3 Jahren in der Schuleingangsphase
  2. individuelle Förderung aller Kinder, zielgruppenspezifisch für schneller und langsam lernende Kinder
  3. Lernen in jahrgangsübergreifenden Gruppen nach individuellen Lernfortschritt und Erwerb von sozialer Kompetenz
  4. förderdiagnostische Begleitung während der Schuleingangsphase
  5. individuelle Pläne für schneller lernende Kinder angeboten werden.

weiter gilt in FLEX:

  1. die vorzeitige Schulaufnahme ist unproblematisch (und gewünscht)
  2. keine Zurückstellung vom Schulbesuch
  3. Wiederholung einer Klasse oder Ausschulung sind unnötig
  4. das eventuell in Anspruch genommene 3. Jahr wird nicht auf die Schulzeit angerechnet
  5. enge Zusammenarbeit mit den Kitas
  6. die Aufnahme von Kindern außerhalb des Schulbezirks ist bei freien Kapazitäten möglich
  7. veränderter rhythmisierter Tagesablauf
  8. ausgewogene Mischung von frontalen und offenen Unterrichtsformen (Tages- u. Wochenpläne, Werkstattarbeit, Projektarbeit)
  9. in den Klassen arbeiten die Klassenlehrerin, die Förderlehrerin und die Teilungslehrerin.